Tag - Rudolf Steiner Haus

Vorläufiges Programm

Tagungs-Programm


Programm:

Kunsttherapie Tagung vom 22.-24. März 2019 
„Anthroposophische Kunsttherapie - eine Quelle der Erneuerung“
Rudolf Steiner Haus, Bernadottestr. 90/92, 14195 Berlin-Dahlem

Im Jahr des 100 jährigen Jubiläum der Waldorfpädagogik und zum über 90 jährigen Bestehen der Anthroposophischen Kunsttherapie, möchten wir medizinische und therapeutische Fachkräfte und Interessierte zu dieser Fachtagung einladen.

Ist es nicht die freie Entfaltung über das künstlerische Gestalten, das dem Menschen den Zugang zu sich selbst und der Welt eröffnet, sein Gehirn im kreativen Denken vernetzt, Brücken zu unbekannten Gebieten baut, und den Forschergeist anregt? In der Kunsttherapie kann der Mensch aktiv in seinen Genesungsprozess eingreifen und mitgestalten.

Wir laden Sie herzlich ein, mit KollegInnen aus therapeutischen, medizinischen, pflegerischen und pädagogischen Berufen, die heilende Wirkung der künstlerischen Therapien im schöpferischen Prozess des Gestaltens zu erleben und nach zu vollziehen.

In vier parallel laufenden Workshops im Zeichnen, Malen und Plastizieren, und in fachspezifischen Schwerpunkt-AGs aus der Praxis, der Klinischen Kunsttherapie, Psychiatrie und Psychosomatik, Onkologie, Freie Praxis, Heilpädagogik, Trauma, Stressbewältigung und Prävention können Tagungsteilnehmer/innen sich fortbilden.

Für Tagungsbesucher und Interessierte an der Anthroposophischen Medizin und ihrem Heilmittel - der Kunsttherapie, haben wir spezielle Zeiten eingerichtet und gekennzeichnet. Die öffentlichen Abend-Vorträge von Dr. Michaela Glöckler und Dr. Friedemann Schad geben tiefe Einblicke in die Wirkweise der Anthroposophischen Kunsttherapie aus Ärztlicher Sicht.

Die Tagung „Anthroposophische Kunsttherapie - eine Quelle der Erneuerung“ bietet sowohl eine interne Fortbildung für Tagungsteilnehmer, als auch einen offenen Teil am Freitag- und Samstagspätnachmittag und den Abendvorträgen für Interessierte ( Tagungsbesucher).
Sie können an einzelnen für sie wählbaren Nachmittagsworkshops und den Abendvorträgen teilnehmen.
Medien: Zeichnen, Malen, Plastizieren und Kurzvorträge aus den Fachgebieten.

Programm:
Freitag, 22.3.19 18 Uhr Ankunft.                    öffentlich

18:30 Uhr Begrüßung, Einführung, Künstlerische Übungen.

19:30 Uhr Vortrag: Dr. med. Michaela Glöckler Kunst - ein Weg zur Ergreifung des Ich - ein Instrument für Entwicklung und Heilung.
Was bedeutet die Anthroposophische Kunsttherapie?
Das salutogenetische Potential der Kunst. Entwicklung und Heilung durch Künstlerische Tätigkeit - ein Muss im digitalen Zeitalter
Dr. Michaela Glöckler, Kinderärztin, von 1988-2016 Leitung der Medizinischen Sektion, Dornach

 

Samstag, 23.3.19                für Tagungsteilnehmer/innen

9:30 - 11:00 Plenum
Kurzvorträge, Vorstellen der Arbeitsgruppen

11:30 - 13 Uhr 4 Arbeitsgruppen parallel 1. Teil

1a) Malen: „Wenn Kunst zum Heilmittel wird“, Klinische Kunsttherapie, Onkologie, Palliativ, Erika Gonsior
Überwiegend ist eine Klinik der Ort, an dem Patienten zum ersten Mal mit der schweren Diagnose „Krebs“ konfrontiert werden. Schock und Angst werden erlebt,  Tod und Sterben rücken plötzlich ganz nah. Wie können wir Kunsttherapeuten – neben den Ärzten, Psychoonkologen u.a. Hilfestellung geben? Welche Möglichkeiten bietet die anthroposophische Kunsttherapie?  Anhand mitgebrachter Fallbeispiele wollen wir uns mit den Fragestellungen( u.a. in Erstbildern)  von Krebspatienten auseinander setzen, und wollen im übenden praktischen Tun Themen und Wege entwickeln, bei denen die „Kunst zum Heilmittel“ werden kann.

2a) Zeichnen: Farbe und Linie in Formen gebunden – Prävention, Isabel Korallus
Spielerisch wollen wir uns der eigenen Bildsprache nähern. Experimentieren mit verschiedenen Materialien, wie Chamaniekreide, Kohle, Sand, Acrylfarbe oder verschiedenen Stiften. Der Materialmix begünstigt Fantasieanregung und Zufälle, die der Arbeit eine überraschende Wende geben können

3a) Plastizieren: Platonische Körper und ihrer Verwandlungsformen, Teil I, Psychiatrie + Psychosomatik, Angela Freyer
Ausgehend von einer handumfüllenden Kugel aus Ton lassen sich drei der fünf platonischen Körper fast blind aus den Händen formen, die Anderen und die Archimedischen Körper entstehen durch bewusstes Verwandeln der Handformen. Gewinnen Sie hier einen Eindruck von der klärenden und Vertrauen schaffenden Wirkung der Arbeit mit den geometrischen Formen und ihrer Anwendung in der Kunsttherapie.

4a) Aus der Praxis: Kommunikation und Gesprächsführung, Angelika Ciesielski
Bausteine für eine gelingende Gesprächskultur – Theorie mit praktischen Übungen. In diesem Workshop stelle ich Ihnen einige Kommunikationsmodelle (Theorie) vor, die die Grundlagen für eine gelingende Gesprächsführung darstellen. Nach den jeweiligen Einführungen der Kommunikationsgrundlagen, werden Sie unmittelbar das Gehörte in kleinen Gesprächsübungen umsetzen, um die theoretischen Inhalte sofort praktisch für sich selbst erfahrbar werden zu lassen.

13 – 14:30 Uhr Mittag

14:30 - 16 Uhr 2.Teil Arbeits-Gruppen parallel

1b) Malen: Lebensfäden. Psychosomatik, Prävention. Sabine Olearius
Wo komme ich her? Wo will ich hin? Das sind oft große Fragen in der Therapie, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Anhand von Bildern, Malerei und Collage wollen wir uns mit diesen Fragen auseinander setzen.

2b) Formen-Zeichnen: Formen in Wandlung, Onkologie und Psychosomatik, Erika Möwius
Wie werden Phasen der Veränderung seelisch wahrgenommen? Anhand einiger Übungen untersuchen wir erlebbare Phasen im Übergang von einer vertrauten Form in eine unbekannte neue Form.

3b) Plastizieren, Platonische Körper und ihre Verwandlungsformen Teil II, Psychiatrie + Psychosomatik, Angela Freyer
In der Anthroposophischen Kunsttherapie gehört das Plastizieren der Platonischen Körper und ihrer Metamorphosen zu den therapeutischen Grundübungen mit großer Wirkung.

4b) Zeichnen und Plastizieren: Aus der Praxis, Arbeit mit Flüchtlingen und Traumatisierten, Djorna Biswas
Zentrieren, erden, zu sich kommen und verankern sind die Hauptaspekte in der Arbeit mit Traumatisierten. Kunsttherapeutische Stabilisierungsübungen werden vermittelt.
Pause

16:20 – 17 Uhr Plenum Zusammenkommen der Tagungsteilnehmer

 

17:15- 18:45 Uhr 3. Teil Arbeitsgruppen öffentlich für Tagungsbesucher

1c) Malen mit Pastell, Schlafen, Träumen, Wachsein, drei Ebenen des Bewusstseins, Angelika Ciesielski
In diesem Workshop nähern Sie sich malerisch den drei Bewusstseinszuständen von schlafen, träumen und wach(sein). Mit Pastellkreide in den Grundfarben Gelb, Rot und Blau erfahren Sie spielerisch in drei aufeinanderfolgenden Schritten, wie Farbe, farbliche Bewegung und Farbverdichtung wirken und unseren „Seins Zuständen“ Ausdruck verleihen kann.

2c) Formenzeichnen im Gleichgewicht – aus dem Gleichgewicht Erika Möwius
Selbstausdruck durch Bewegung Im Lebensalltag hat jeder Mensch einen Kanon an gewohnheitsmäßigen Bewegungen. Nehmen wir sie wahr? Achtsam zeichnend untersuchen wir einige Bewegungsformen in ihrer Wirkung auf unser Wohl-Befinden.

3c) Plastizieren: Begegnung mit der Innere Quelle, Djorna Biswas
In jedem Menschen ist eine Innere Quelle, die uns mit Lebenskraft nährt. Was braucht sie, wie können wir sie im Alltag sehen, schützen und fördern? Plastizierend tasten wir uns an.

4c) Malen in Heilpädagogik + Sozialtherapie, Ingrid Lamour und Beate Gerloff

19 – 20 Uhr Abendpause

 

20 Uhr Abendvortrag öffentlich
Das Wirken der Kunsttherapie in der Psychosomatik und Onkologie im Klinischen Kontext

Dr. med. Friedemann Schad
Leiter Onkologisches Zentrum, Interdisziplinäre Onkologie und Palliativmedizin im Gemeinschaftskrankenhaus Berlin Havelhöhe

 

Sonntag, 24.3.19

9:30 Uhr Plenum  intern für Tagungsteilnehmer

10:15 – 11:45 Uhr Arbeitsgruppen parallel 4. Teil

1d) Malen: „Wenn Kunst zum Heilmittel wird“, Onkologie, Palliativ. Erika Gonsior

2d) Malen und Zeichnen: 15 Kleine Bilder, Salutogenese. Isabel Korallus

3d) Die Plastik: Lebensbäume, Psychosomatik, freie Praxis, Sabine Olearius
Sich verwurzeln, die Aufrechte finden, Kraft schöpfen, den Raum ergreifen: das können wichtige Ziele in der Kunsttherapie sein. Mit Ton, Ästen, Zweigen und Wolle spüren wir diesen Qualitäten nach und lassen einen eigenen Lebensbaum entstehen

4d) Malen, Zeichnen: Aus der Praxis Heilpädagogik Ingrid Lamour und Beate Gerloff
Einblick in die Arbeit mit Menschen aus dem Bereich Heilpädagogik und Geriatrie und Sozialtherapie

Pause

12 Uhr Plenum
Abschluss Aussicht
13:30 Uhr Ende der Tagung
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